Ein Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 06.10.2019, Autor: Sebastian Balzter

Klaus Störtebeker soll ein tollkühner Seeräuber und ein barmherziger Helfer der Armen gewesen sein. Alles Quatsch, sagen Historiker jetzt: Er war Inkasso-Unternehmer.

ür einen Mann, der vor rund 600 Jahren gelebt hat, ist Klaus Störtebeker erstaunlich populär. Auf der Insel Rügen gibt es ihm zu Ehren jeden Sommer opulente Festspiele, eine Brauerei aus Rostock hat ein Bierglas nach ihm benannt, und im „Was ist Was“-Buch über Piraten, dem Zentralorgan für Seeräuberfragen, wird er als „Robin Hood der Meere“ gefeiert. Dass er nach seiner Enthauptung als kopfloser Torso an elf seiner Getreuen vorbeigelaufen sein soll, um sie gemäß einer vorher getroffenen Abmachung mit dem Scharfrichter vor der Todesstrafe zu bewahren, erhöht den wohligen Grusel beim Publikum aller Altersklassen. Seinen Platz im kollektiven Gedächtnis als Deutschlands furchtloser Vorzeigepirat hat Störtebeker sicher.

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