Ein Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 27.09.2019, Autor Peter Burghardt

War Störtebeker doch kein Pirat? Eine Ausstellung rüttelt an den Grundfesten der hanseatischen Mythologie.

Er steht in Hamburgs Hafencity, Störtebeker-Ufer, in Bronze gegossen. Seine Hände sind gefesselt, aber seinen Kopf trägt er aufrecht, obwohl er sein Haupt ungefähr hier verloren haben soll. Am 20. Oktober 1401, so die Legende, wurden Klaus Störtebeker und seine Kumpanen geköpft, nachdem sie vor Helgoland gestellt worden waren. „Gottes Freund, der Welt Feind“, steht auf dem Denkmal. Sein angeblich echter Schädel, 1878 zufällig ausgegraben und 2010 vorübergehend geklaut, lässt sich im Museum der Hamburger Geschichte besichtigen, von einem Nagel durchbohrt. Solch aufgespießte Köpfe wurden seinerzeit an der Elbe aufgestellt, zur Abschreckung. Und jetzt: alles Fake?

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